In diesem Jahr wurden an staatlichen Universitäten Aserbaidschans Bewerber mit 155, 160 und 177 Punkten zugelassen. Die niedrigsten Grenzwerte wurden in der ersten und zweiten Fachgruppe verzeichnet.
Wie Xəzər Xəbər berichtet, erklärte der Bildungsexperte Kamran Asadov, dass viele dieser Studienrichtungen mit niedrigen Punktzahlen Berufe betreffen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum nachgefragt sind.
In der ersten Gruppe lag die Mindestpunktzahl in landwirtschaftlichen Fächern bei 160, im Fach „Fischerei“ bei 168. Laut Asadov reicht für diese Bereiche eine mittlere Berufsausbildung aus; ein vierjähriges Studium bringt kaum zusätzlichen Nutzen.
„Studiengänge mit langer Ausbildungsdauer lohnen sich nicht, wenn der Markt bereits ausreichend Fachkräfte hat. Zum Beispiel Forstwirtschaft oder Fischerei.“ — so Asadov.
Gleichzeitig gibt es Fachrichtungen, in denen ein Hochschulabschluss unverzichtbar ist. In stark nachgefragten Bereichen sorgt Bildung für Professionalität und Wettbewerbsfähigkeit. Doch das Problem, so der Experte, liegt darin, dass das System in diesen Feldern nicht genügend qualifizierte Absolventen hervorbringt.
„Beispielsweise könnten Studierende, die mit niedrigen Punktzahlen in Pädagogik oder Wirtschaft aufgenommen wurden, nach vier Jahren den Anforderungen des Arbeitsmarktes nicht entsprechen.“ — betonte Asadov.
Für das Studienjahr 2025–2026 wurden den Hochschulen 61.000 Plätze zugeteilt, von denen 57.000 von Bachelor-Studierenden belegt wurden.
