Die Verschwendung bei Hochzeits- und Trauerfeiern sorgt in der Gesellschaft für wachsende Besorgnis. Dieses Thema wurde bei einer öffentlichen Diskussion des Nationalen NGO-Forums aufgegriffen.
Wie Xəzər Xəbər berichtet, betonten die Teilnehmer, dass übermäßiger Luxus den Traditionen widerspricht und sich in den letzten Jahren faktisch zu einem Lebensstil entwickelt hat.
Experten schlugen sowohl aufklärerische als auch rechtliche Lösungen vor. Juristisch stehen zwei Varianten im Raum: die Ausarbeitung spezieller Regelungen oder die Verabschiedung eines einheitlichen Gesetzes, das Verschwendung bei Hochzeiten und Beerdigungen verhindern soll.
Der Präsident der Stiftung für Verfassungsforschung, Alimamed Nurijew, hob die Bedeutung des persönlichen Beispiels hervor:
„Hochrangige Amtsträger und bekannte Persönlichkeiten sollten der Gesellschaft ein Vorbild geben, indem sie ihre Feiern schlicht gestalten.“
Nach Ansicht von Fachleuten könnten die derzeitigen Ausgaben für übertriebene Feiern besser in andere Bereiche der Wirtschaft fließen. So könnten etwa Teile der Hochzeitskosten zur Gründung kleiner Unternehmen dienen.
Der Forscher Dilgam Ahmed erinnerte daran, dass die Tradition prunkvoller Feiern erst in den letzten 20–30 Jahren entstanden ist:
„Früher wurden solche luxuriösen Zeremonien nicht abgehalten. Im Gegenteil, manche Persönlichkeiten forderten in ihren Testamenten ausdrücklich, Verschwendung zu vermeiden.“
Alle beim Forum vorgebrachten Vorschläge werden gesammelt und den zuständigen Behörden vorgelegt.
