Der armenische Premierminister Nikol Paschinjan warnte, dass Frieden mit Aserbaidschan nicht mit dem völligen Fehlen von Differenzen verwechselt werden dürfe, und betonte, dass die Normalisierung zwischen den beiden Nachbarn ein „dynamischer“ Prozess bleibe und kein endgültiges Abkommen sei.
„Wenn wir sagen, dass Frieden hergestellt ist, bedeutet das nicht, dass es keine offenen Fragen mehr zwischen uns gibt. Selbst mit Ländern, mit denen wir nie Konflikte hatten, gibt es stets Themen zu klären“, sagte Paschinjan gegenüber Journalisten bei einem Briefing.
Der Premierminister fügte hinzu, dass Gespräche über die sogenannten „Washington-Dokumente“ erst im September beginnen werden: „Derzeit gibt es keine Verhandlungen. Die Gespräche beginnen im September“, erklärte er.
Paschinjans Äußerungen deuten darauf hin, dass Eriwan zwar Dialogbereitschaft signalisiert, gleichzeitig aber Erwartungen dämpft – und dass selbst mit Vereinbarungen der Friedensprozess mit Baku komplex und umstritten bleiben wird.
