Der kürzlich vorgestellte „Trump-Korridor“ —eine von den USA gepachtete Transportverbindung, die das aserbaidschanische Kernland über Armenien mit Nachitschewan für 99 Jahre verbinden soll— schafft für den Iran eine völlig neue geopolitische Realität: eine direkte Grenze zu von den USA kontrolliertem Gebiet.
Laut Abkommen bleibt der Korridor formal unter armenischer Hoheit, wird jedoch von einem US-gestützten Konsortium betrieben und damit faktisch amerikanisch verwaltet.
Für Iraner, die nach Armenien reisen, würde die Fertigstellung bedeuten, eine US-kontrollierte Zone passieren zu müssen — ein Szenario, das Teheran als „größte Hölle für den Iran im nächsten Jahrhundert“ bezeichnet.
Das von Washington, Baku und Jerewan als Friedens- und Handelsinitiative präsentierte Projekt stößt in Teheran bereits auf heftige Kritik. Iranische Vertreter warnen, es könne das regionale Sicherheitsgleichgewicht destabilisieren.
